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Blaufelden erringt internationale und nationale Medaillen

Bei den „Deutschen“ und der „Vereins-Weltmeisterschaft“ auf dem Treppchen

Offenes Weltturnier – WT-Open:

Silvia mit Seitkick

Da die offiziellen Weltmeisterschaften auch im Jahr 2021 erneut wegen Corona ausfielen und Präsenzturniere nicht möglich waren, entschloss sich der Weltverband WT (World Taekwondo) zur Durchführung einer weltweit ausgeschriebenen Meisterschaft für Vereine – was quasi eine Online-Vereinsweltmeisterschaft darstellte.

Um die weltweite Teilnehmerzahl (weit über 50 teilnehmende Länder) zu begrenzen, benötigten die teilnehmenden Sportler eine Zustimmung des Bundesverbandes. Nach einem Schlüssel hatte der Weltverband die Teilnehmerzahlen auf die Mitgliedsverbände verteilt. Die Deutsche Taekwondo Union konnte zwei Sportler pro Altersklasse für dieses Turnier melden.

Doch überraschend kam dann die frohe Botschaft nach Blaufelden – bei der Nominierung waren Silvia Hermann (40-50 Jahre) und Carmen Deise (60-65 Jahre) dabei.

Natürlich freuten sich beide Sportler, wollten sie doch diese einmalige Chance unter allen Umständen nutzen und in der Taekwondo-Abteilung begann ein umfassendes und anstrengendes Trainingsprogramm, das im Normalfall für „Amateure und Berufstätige“ eigentlich auf längere Dauer nicht machbar ist. Da zum Jahresende (Dezember) auch die Deutschen Meisterschaften anstanden, war über Monate tägliches Training angesetzt, spezielle Hausaufgaben von den Heimtrainern kamen für die Sportler*innen hinzu. Den Sportlern wurde eine extreme Trainingsleistung abverlangt.

Ende August begann die WT Open mit der Hauptrunde. Zwei Formen wurden ausgelost und mussten in einer bestimmten Zeitschiene aufgenommen und in einen Account des Weltverbandes hochgeladen werden. Dort wurden die Formen über zwei Wochen von internationalen Kampfrichtern ausgewertet und danach wurde das Ergebnis bekannt gegeben. Wie im Reglement festgelegt schieden 50% aller Starterinnen hier bereits aus. Große Freude in Blaufelden – man lag im vorderen Drittel und beide Sportlerinnen kamen in die Halbfinalrunde.

Dieses Zwischenergebnis gab den Sportlern eine zusätzliche Motivation und das Training wurde nochmals forciert. Während auf deutscher Ebene etwas langsamer und kraftvoller gelaufen wird, ist international doch eher ein schneller und dynamischer Laufstil angesagt. Um die vielen internationalen Kampfrichter zu überzeugen, hatte man deshalb in Blaufelden auf einen schnelleren Rhythmus trainiert.

Im anstehenden Halbfinale ging es darum, die besten acht Sportler für das Finale zu ermitteln. Nach der Ergebnismitteilung bahnte sich bereits eine Sensation an. Silvia Hermann belegt Platz 6 und stand somit sicher im Finale – einfach der Wahnsinn.

Und für Carmen Deise war die „Überraschung“ noch größer - sie belegte Platz 2 und stand noch klarer im Finale.

Aber dort startet man wieder bei null. Erneut waren wieder sehr gute Leistungen notwendig. Eine Woche vor Weihnachten wurden die Videos aus Blaufelden in den Account eingestellt und rechtzeitig zu Weihnachten kam die Bescherung:

Silvia mit Vorwärtstritt

Silvia Hermann belegte Platz 3 und erhält die Bronzemedaille. Hier ging der Sieg an die USA und Hongkong, die Plätze hinter Hermann gingen nach Australien und den Iran.

Carmen Deise belegte wie im Halbfinale erneut den 2. Platz und gewinnt die Silbermedaille. Sie unterlag nur der bekannten Weltmeisterin von 2018 – Juli Tregeagle aus den USA.

Für beide Sportlerinnen des TSV ist dies ihr bislang größter Erfolg.

Deutsche Meisterschaften 2021:

Ursprünglich als Präsenzturnier Anfang Dezember ausgeschrieben mussten die „Deutschen“ pandemiebedingt abgesagt werden und wurden nun ebenfalls als Online-Turnier ausgetragen. Auch hier wurden die Formen in der eigenen Halle aufgenommen und zur Bewertung eingeschickt. Zwischen Weihnachten und Neujahr konnte man die Meisterschaft per Livestream im Internet verfolgen und die Spannung der fünf teilnehmenden Sportler und dem Trainerteam war enorm groß.

Damen, Teamlauf + 31 Jahre:

3-er Team mit Seitkick

Susanne Stein, Susanne Busch und Silvia Hermann bilden seit Jahren das bundesweit erfolgreiche Damenteam in dieser Altersklasse. Allerdings war pandemiebedingt der Teamlauf in den letzten zwei Jahren gar nicht oder nur bedingt möglich. Blaufelden zählte wieder zu den Favoriten, bereits 2019 wurden sie Deutsche Vizemeister und waren bestes deutsches Team bei den German Open in Hamburg und gewannen Silber nach Finnland. Zweimal Gold bei Bundesranglistenturnieren rundete die Erfolgsbilanz ab. Das Team hatte sich viel vorgenommen - zumal es für Susanne Stein ihr letzter großer Auftritt auf Bundesebene sein sollte. Die Blaufelder Damen überzeugten erneut mit Spitzenleistungen und belegten am Ende in der Gesamtwertung den 2. Platz und ließen die anderen 3-er Teams klar hinter sich. Sieger in diesem Wettbewerb wurde das Team aus Bayern. Allerdings muss man hier anmerken, dass es sich bei diesem Team bereits um eine Bundesauswahl handelte. Alle drei Sportlerinnen kamen aus verschiedenen Vereinen (zweimal Bayern und Rheinland-Pfalz) und sie waren nur für diesen Wettbewerb zusammen angetreten. Ansonsten sind diese Sportlerinnen in der Damenklasse 30-40 Jahre die absoluten Top-Läuferinnen und dort gegenseitig die schärfsten Konkurrentinnen - und tatsächlich machten sie auch im Einzellauf die Plätz 1-3 unter sich aus.

Im Blaufelder Lager bedauert man diese vereinsübergreifende Regelung – ist aber überzeugt: Das „beste und wahre Vereinsteam Deutschlands“ kommt aus Blaufelden und errang die Silbermedaille.

3-er Team mit Vorwärtstritt

Damen, 40-50 Jahre:

Hier starteten Silvie Hermann und Susanne Busch im Einzel. Vor allem Susanne Busch hatte sich durch das intensive Training sehr stark verbessert und für das Blaufelder Trainerteam, Werner Hornung und Hermann Deeg, war klar – in dieser Form gehören „ihre beiden Schützlinge“ mit zu den Favoriten. Tatsächlich schied die Titelverteidigerin bereits im Halbfinale aus – dagegen standen beide TSV-Sportlerinnen im Finale und zeigten auch hier sehr gute Formen. Am Ende siegte eine Sportlerin aus Hamburg, Silvia Hermann (nur ein Zehntel dahinter) gewann die Silbermedaille und die Bronzemedaille ging an Susanne Busch. Ein super Ergebnis - Silber und Bronze gingen nach Blaufelden und für beide Sportlerinnen war es ihre erste Medaille im Einzellauf auf Bundesebene.

Damen, 60-65 Jahre:

Wie gewohnt ging Carmen Deise in dieser Klasse für den TSV an den Start und zählte ebenfalls zum Favoritenkreis. Carmen hatte jedoch Pech, hatte sie sich doch bei den Videoaufnahmen für die WT-Online-Meisterschaft eine Zerrung zugezogen und konnte wenige Tage danach nur bedingt und schmerzhaft ihre Kicks zur Seite treten. Trotzdem trat Carmen an – auch in der Hoffnung eine Form ohne oder mit vielen Kicks zugelost zu bekommen. Das Losglück war nicht ihr Freund - eine der zugelosten Formen war die Bewegungsform „Koryo“ – welche dominiert wird von zahlreichen Kicks zur Seite. Umso beachtlicher, dass Carmen am Ende doch im Finale stand und es auch bei ihr um die Medaillen ging. Am Ende ging der Sieg ins badische Hambrücken – Carmen Deise gewann den Vizetitel und die Silbermedaille.

Herren, 65-70 Jahre:

Was man im Alter mit richtigem Training und Willen erreichen kann, zeigt der Sportler Roland Pressler. Seit Jahren ist er immer noch auf Landesebenen unterwegs und meist auf dem Treppchen; in diesem Jahr wollte er es auch auf Bundesebene wissen und hatte sich zu einer Teilnahme entschlossen. Auch er absolvierte das straffe Trainingsprogramm (individuell auf Ihn abgeändert) und kam immer besser in Schwung. Auch Roland profitierte von der Online-Version, da bei Lauffehlern vor dem Einsenden eine neue Filmaufnahme gemacht werden konnte. Aber diesen Vorteil haben ja alle Teilnehmer.

So gelang es, in ruhiger Atmosphäre die ausgewählten Formen seiner Klasse gut aufzunehmen.

Am Tag der Bewertung dann doch „Aufregung bei dem Oldie“. Nach dem ersten Lauf lag Pressler auf Platz 5, aber es war klar, seine zweite Form läuft er bestimmt überzeugender als die Konkurrenz, da zwei Drehtechniken dabei waren, die er als ehemaliger Vollkontakt-Kämpfer noch immer sehr gut beherrscht. Trainer Deeg sollte Recht behalten – Pressler bekam für seine zweite Form 0,6 Punkte mehr wie die Konkurrenten und schob sich damit überraschend auf den 2. Platz. Auch hier der Wahnsinn – der Vizetitel und Silber gehen nach Blaufelden.

Mannschaftswertung:

Taekwondo-Team

In der Vereinswertung kam der TSV Blaufelden mit 4 x Silber und 1 x Bronze auf den 6. Platz und war damit bei den Deutschen Meisterschaften 2021 der beste Verein aus Baden-Württemberg. Das renommierte TKD-Center Stuttgart und zugleich mit Abstand die wohl beste TKD-Schule im Ländle kam auf den 9. Platz.

So war das Corona-Jahr 2021 für die Taekwondo-Abteilung des TSV Blaufelden das bislang erfolgreichste Jahr im Formenlauf.

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